Dissertationen

Thomas Klemm

1975 in Dresden geboren

2012 – Dissertation an der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften der Universität Leipzig zum Thema:

»Kein Tag ohne Linie? Die kunsttheoretische Forschung im Bereich Kunstpädagogik in der DDR im Spannungsfeld zwischen Forschungspraxis und Bildungsauftrag«

Anhand der Kunst- und Gestaltungstheorie als Teilbereich der Kunsterziehung in der DDR verhandelt diese Studie zwei zentrale Fragen: In welchem Maße konnten sich die Akteure im Wissenschaftsbetrieb der DDR von den gesellschaftlichen und politischen Anforderungen emanzipieren und wo traf selbstgeleitetes Handeln auf politisch vorgegebene Widerstände und Grenzen? Und übersetzte sich die zentralistische Wissenschafts-, Bildungs- und Kunstpolitik der DDR tatsächlich in ein effizientes und alternativloses Agieren der Institutionen, wodurch jeglicher Freiraum, jede Alternative und jede innerwissenschaftliche Logik verhindert wurde?

Mit einem differenzierten Blick betrachtet die Studie jenen vielgestaltigen Bereich zwischen politischen Vorgaben, institutionellem Alltag und dem Forschungsinteresse auf Akteursebene in der Wissenschaftslandschaft der DDR während der 1970er und 1980er Jahre.

Sie auch Publikationen: Mehr Informationen, Inhaltsverzeichnis und Einleitung

Katja Weber

1977 in Radebeul geboren

2009 – Dissertation an der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften der Universität Leipzig zum Thema:

»Die Entwicklung der kunstpädagogischen Forschung und Lehre an den Universitäten in der SBZ und DDR zwischen 1945 und 1971 – Eine Studie am Beispiel der Geschichte des Institutes für Kunstpädagogik der Universität Leipzig«

Bettina Uhlig

1969 in Marienberg geboren

2003 – Dissertation an der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften der Universität Leipzig zum Thema:

»Kunstrezeption in der Grundschule – Untersuchung zur rezeptiven bildnerischen Tätigkeit jüngerer Schulkinder in der Auseinandersetzung mit Gegenwartskunst: Eine theoretische und empirische Studie«

Grundschulkinder haben ein ausgewiesenes Interesse an Kunst. Sie verfügen über umfangreiche und differenzierte rezeptive Fähigkeiten. Dies betrifft nicht nur „kindgemäße“ Kunst, sondern gilt auch für komplexe und inhaltsschwere Positionen der Gegenwartskunst. Hervorzuheben ist, dass das Nachdenken über Sinn und Bedeutung von Kunstwerken bei Kindern einen zentralen Stellenwert besitzt. Die Auseinandersetzung mit Kunst ist für Kinder unmittelbar gekoppelt an eine Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Lebenswirklichkeit.

Es bedarf einer spezifischen Rezeptionsmethodik, die das kindliche Rezeptionsvermögen fördert. Diese integriert gedankliche als auch künstlerisch-praktische Zugangsformen und wird so den Lebenskontexten, Bedürfnissen und Interessen von Kindern gerecht.

Das Buch gibt Aufschluss, auf welche Weise Grundschulkinder Gegenwartskunst verstehen und wie diese ihnen altersgemäß vermittelt werden kann. Es leistet damit einen wichtigen Beitrag zur kunst- und grundschulpädagogischen Forschung sowie zur aktuellen Fachdiskussion. Das Buch ermutigt, Grundschulkindern Gegenwartskunst nahe zu bringen.

Druckfassung über kopaed-Verlag München

Druckfassung bei amazon

Johannes Kirschenmann

1954 in Freudenstadt geboren

2001 – Dissertation an der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften der Universität Leipzig zum Thema:

»Didaktik der Komplementarität – Medienbildung und Revalidierung in einer lebensweltlich fundierten Kunstpädagogik«

Das Verhältnis der Kunstpädagogik zu den Neuen Medien ist wenig entfaltet. Nur wenige Autorinnen oder Autoren schenken den neuen Bildapparaten die nötige Aufmerksamkeit. Während unsere Wahrnehmung von neuen und alten Medienbildern überformt wird, werden die Schulen gewaltig mit Hardware ausgestattet. Doch die medienpädagogische Kompetenz der in der Schule Agierenden bleibt dabei weit zurück. Die Rezeption der Medienbilder hat keine curriculare Verankerung und kein medienpädagogisches Fundament; die medienpraktischen Produktionen folgen oft situativen Setzungen.
Das vorliegende Buch versucht im Rekurs auf medientheoretische Thesen und empirische Befunde der Kunstpädagogik Impulse zugunsten ihrer Medienbildung zu geben und weitere Forschungen anzustoßen. Dabei mündet das Plädoyer, in wesentlichen Abschnitten stets an schulische Praxiserfahrungen gekoppelt, in ein Bündel an Vorschlägen und Begründungen, den Computer im Kunstunterricht als ein Medium unter anderen zu nutzen.
Mit einer konturierten Didaktik der Komplementarität werden Konsequenzen zugunsten einer komplex verstandenen Ästhetischen Bildung gezogen, bei der, ganz im Sinne der vorgetragenen These notwendiger Revalidierung, tradierte Medien neben die neuen treten.

Dissertation mit Abbildungen als Download, 413 Seiten (PDF)

Druckfassung über VDG Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften

Hans-Jürgen Boysen-Stern

1955 in Ockholm / Nordfriesland geboren

2006 – Dissertation an der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften der Universität Leipzig zum Thema:

»Multisensueller Kunstunterricht unter Einbeziehung der Computertechnik«

Dissertation als Download, 299 Seiten (PDF)
Bildmaterial zur Dissertation als Download, 34 Seiten (PDF)