Institutsgeschichte

Das Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig befindet sich seit 1995 im Geschwister-Scholl-Haus. Das Gebäude in der Leipziger Ritterstraße 8–10 ist in den Jahren 1908–1910 als Sitz der ersten deutschen Handelshochschule auf einem der ältesten Grundstücke der Universität, dem »Großen Fürstencolleg« errichtet worden.

Foyer des Geschwister-Scholl-Hauses

Foyer des Geschwister-Scholl-Hauses

Der Gebäudeentwurf stammt von Fritz Schumacher (1869–1947), dem Mitbegründer des »Deutschen Werkbundes«. Das Haus ist ein herausragendes Beispiel der Reformarchitektur nach Historismus und Jugendstil, entworfen vor allem nach funktionalen Gesichtspunkten bei begrenztem Einsatz repräsentativer Elemente. Den plastischen Schmuck und die originalen Bauinschriften schuf der bedeutende Dresdner Bildhauer Georg Wrba (1872–1939). (Siehe auch die ausführliche Baubeschreibung auf wikipedia.)

Im Jahre 1948 wurde das Haus dem Andenken der Geschwister Sophie und Hans Scholl, Angehörige der Widerstandsgruppe »Weiße Rose« und 1943 hingerichtet, gewidmet.

Vor 1945 war die Ausbildung der Kunsterzieher an der Universität durch die Gruppe der Zeichenlehrer der pädagogischen Fakultät und der praktischen Abteilung der Sektion Kunstwissenschaften bestimmt. Eine spezifische Ausbildung ausschließlich für Kunsterzieher mit einem eigenen Stundenplan gab es jedoch nicht. Innerhalb des Lehrangebotes standen die Kurse für Zeichnen und Kunsterziehung den Studierenden aller Fakultäten offen.

Nach 1945 findet die Unterrichtung für Zeichnen und Kunsterziehung in den Abteilungen Zeichnen und Kunsterziehung statt. Die Studierenden der Pädagogischen Fakultät hatten die Wahlmöglichkeit des Faches Kunsterziehung.

Ab April / Mai 1952 wird die Ausbildung für Kunsterzieher im Institut für Kunsterziehung unter Leitung des Künstlers und Pädagogen Hans Schulze aufgenommen. Das neu errichtete Institut ist eigenständig, die Zugehörigkeit zu einer Fakultät bleibt jedoch wechselhaft. Eine Kombination mit einem Zweitfach wird ab 1955 ermöglicht.

Im heutigen Amtsgerichtsgebäude auf der Bernhard-Göring-Straße hatte das Institut seinen ersten Sitz. Nach Umzügen in die Bernhard-Göring-Straße, Kurt-Eisner-Straße, Goethestraße und in die Pfaffendorfer Straße fand das Institut 1995 seinen Platz im Geschwister-Scholl-Haus.

Im Institut werden heute Studiengänge für das Staatsexamen Lehramt (Gymnasium, Mittelschule, Grundschule, Sonderpädagogik) und die außerschulische Kunstpädagogik mit dem Abschluss Bachelor of Arts und Master of Arts angeboten.

Das Institut wird heute von Prof. Dr. habil. Frank Schulz geleitet.

 

 

Hans Schulze

Der Institutsgründer Prof. Dr. Hans Schulze

Am Institut wirkten folgende Künstler und Pädagogen:

Prof. Dr. Hans Schulze
(1952 Institutsgründer, 1969 emeritiert, bis 1982 fortgesetzte Lehrtätigkeit an der Universität Leipzig)

Prof. Elisabeth Voigt
Professorin HGB; Lehrautrag Figürliches Zeichnen und Anatomie, am Institut 1952–1958

Elisabeth Altmann
Dozentin an der HGB für Buchbinden und Buchgestaltung 1950–1954; Lehrauftrag am Institut 1952–56

Charlotte Biegholdt verw. Levin
Assistentin/Lektorin für Methodik/Umweltgestaltung, am Institut 1952–75 ?

Kurt Biegholdt
Lektor/Dozent für Plastik, am Institut 1952– Rentenalter?)

Irmgard Kappler, verh. Horlbeck-Kappler
Lehrauftrag für Schrift und Plakat am Institut ab 1952(–56?)

Dr. Werner Lachmann
wissenschaftlicher Assistent in der Methodik, am Institut 1952–70er Jahre?

Adolf Schmidt
Lektor für Fotografie, am Institut 1952–?

Heinz Olbrich
Leiter der Fachgruppe Künstlerische Praxis (Küpra), am Institut 1952–70?

Gerhard Rühl
wiss. Oberassistent, Methodik, stellv. Institutsleiter am Institut 1952–1959

Prof. Dr. Karl-Max Kober
wiss. Assistent Methodik, Kunstgeschichte/Ästhetik, technisches Zeichnen am Institut 1953 – Fussion mit KHI

Dr. Leonhard
Uni Berlin, Lehrauftrag am Institut für Kunstgeschichte 1951/52 für vor Institutsgründung Immatrikulierte

Christa Grunert
wissenschaftliche Assistentin in der Methodik und Kunstgeschichte, am Institut 1956–58

Klaus Koker
Lehrauftrag Künstlerische Praxis (Küpra), am Institut 1957–65

Eleonora Koker
Lehrauftrag Künstlerische Praxis (Küpra), am Institut 1957–65

Fritz Naumann
Lektor für Schriftgestaltung am Institut 1958– ?

Karl Mahrla
wissenschaftliche Assistentin Methodik und Künstlerische Praxis (Küpra), 1958– 62

Harry Blume
Lehrauftrag Künstlerische Praxis (Küpra), ab 1959– ?

Jürgen Wittdorf
Lektor Künstlerische Praxis (Küpra), am Institut 1959–64

Rolf Ettig
Lektor, Methodik am Institut Ende 50er–Mitte 60er Jahre ?

Dr. Roland R. Richter
wissenschaftlicher Assistent für Methodik/Kunstgeschichte bis 1965, Künstlerische Praxis (Küpra) 1956–1958, 1961–1999; am Institut 1956–1958, 1961–1999

Dr. habil. Günther Berger
am Institut 1957–1995, Lehrauftrag bis 1997

Rudolf Thiele
wissenschaftlicher Assistent, Methodik, am Institut 60er Jahre ?

Roland Heier
wissenschaftlicher Assistent, Methodik, am Institut 60er Jahre ?

Renate Tost
wissenschaftliche Assistentin, Entwicklung Schulausgangs-Schrift, am Institut 60er Jahre

Dr. Walter Weiße
Lektor, Methodik, am Institut 1961–62

Frank Ruddigkeit
Lehrauftrag Küpra, am Institut 1962–63

Prof. Dr. Karl Manthey
Institut für Kunstgeschichte Berlin, Lehrveranstaltungen am Institut für die Methodik der Kunsterziehung, frühe 60er Jahre

Prof. Gabriele Meyer-Dennewitz
Institutsleiterin 1969–1982, am Institut 1958–1982

Siegfried Ratzlaff
Dozent Künstlerische Praxis, am Institut 1959–1993

Günter Albert Schulz
Dozent Künstlerische Praxisam Institut 1959–1976

Prof. Dr. habil. Walfried Posse am Institut 1960–1992

Wolfgang Meyer (1963–1988)

Peter Schnürpel (am Institut 1965–1978)

Prof. Frank Neubauer
1967–1987 Lehrgebiete: Malerei, Grafik, Gebrauchsgrafik, Schriftgestaltung, Typografie und Fotografik
1987–2006 zum Professor mit künstlerischer Lehrtätigkeit für Gebrauchsgrafik
1989–92 Institutsdirektor

Erich Weber (am Institut 1967–1990)

Dr. Fritz Donath
Geschichtsmethodik an der Karl-Marx-Universität, kommissarischer Institutsleiter zwischen H. Schulze und Meyer-Dennewitz, 1969

Dr. Heidemarie Paul geb. Hänsel
wissenschaftliche Assistentin Umweltgestaltung, am Institut 1970–85

Dr. Ingrid Adler
Forschungsstudentin Gestaltungstheorie, am Institut ca. 1972 promoviert ?

Prof. Dr. päd. habil. Günther Regel
Professor für Kunsttheorie, Aufbau des Lehrstuhls Theorie der bildenden Kunst, 1971–1991
• Prof. em. Dr. päd. habil. Günther Regel zum 85. Geburtstag
• Publikationen – Frank Schulz (Hrsg.): Günther Regel, Das Künstlerische vermitteln

Falk Biegholdt (am Institut 1974–?)

Michael Möbius (am Institut 1974–1976)

Stefan Wendl
Forschungsstudent Theorie der Gestaltung, 1975– ?

Birgit Seger geb. Runge
wissenschaftliche Assistentin Umweltgestaltung, am Institut 1975–80

Hans Rossmanit
Dozent für künstlerische Praxis und Leiter der Druckwerkstatt, am Institut 1977–2006

Wilfried Huy
Dozent für künstlerische Praxis, am Institut 1977–2014

Joachim Kratsch
Dozent für künstlerische Praxis, am Institut 1978–2002

Renate Herfurth
Dozentin für künstlerische Praxis, am Institut 1982–2008

Erhard Kaiser
Dozent für Schrift- und Buchgestaltung, Fotografie, am Institut 1986–1993

Matthias Graf
wissenschaftlicher Assistent Methodik, am Institut 1988–91

Harald Kunde
wissenschaftlicher Assistent für Gestaltungstheorie, am Institut 1990–95 ?,
heute Honorar-Professor und Direktor im Museum Kurhaus Kleve

Helga Franz (am Institut 1993–1999)

Gero Künzel (am Institut 1993–1999)

Dieter Möckel 
Werkstattleiter Handsetzerei, am Institut 1997–2005

 

weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (hier sind noch die Zeiten am Institut zu klären):

Dr. Wolfgang Oeconomo
wiss. Ass. für Gestaltungstheorie

Dr. Gertraut Hackel
wissenschaftliche Assistentin in der Methodik

Dr. Wolfgang Schröder
wissenschaftlicher Assistent in Methodik

Karin Grallert
wissenschaftliche Assistentin und Mitarbeiterin in der Methodik

Elke Slavik
Forschungsstudentin in der Theorie der Gestaltung

Ina Rößiger
Forschungsstudentin in der Methodik

Volkhard Wilhelm
wissenschaftlicher Assistent in Methodik, Künstlerische Praxis (Küpra)/Fotografie, am Institut –1986)

Dr. Hans Lägel

Georg Rebisch
Druckwerkstatt

Jürgen Schulz
Druckwerkstatt

Dr. Konrad Auerbach

Thomas Henke

Heidi Stecker

 

Siehe auch: Wikipedia – Das Institut für Kunstpädagogik Leipzig