Home is where your heart is?

Home is where your heart is?, Metall, 6,8 x 2,8 cm

„Der Schlüssel zum Glück“ – so würden viele Menschen den Schlüssel zur ersten eigenen Wohnung oder zum eigenen Haus bezeichnen. Der Zugang zu dem Ort, an dem man mit Menschen zusammenlebt, die man liebt. Doch war das eigentlich immer so?

Als mir der Schlüssel zu meinem Arbeitszimmer in die Hände fiel, begann ich darüber nachzudenken, ob ich diesen überhaupt brauchte. Diesen Raum in meiner Dreizimmer-Wohnung, den ich mein eigenes Reich nennen darf, könnte ich abschließen, habe es aber noch nie gemacht. Das liegt daran, dass ich meine Wohnung mit einem Menschen teile, den ich sehr mag und der mein Arbeitszimmer jederzeit betreten kann, der Schlüssel ist für mich überflüssig.

Wohnen in der griechischen Antike

Ein Schlüssel dient per Definition der Zutrittskontrolle und fand schon in der griechischen Antike Anwendung. Es wurden hölzerne Riegel, die kunstvoll verknotet wurden, zum Verschließen von Toren und später auch Buntbartschlüssel, so wie auch meiner einer ist, aus Eisen, mit einem Ring als Griff und einem im rechten Winkel abgewinkelten Bart für Türen, Möbelstücke und Kästchen benutzt. Der Begriff „Zutrittskontrolle“ hatte auch in der griechischen Antike eine Bedeutung: viele Häuser besaßen nicht einmal Fenster, um deren Bewohner vor Eindringlingen zu beschützen. Außerdem gab es in jedem Haus ein Männergemach, den Andron, und ein Frauengemach, das Gynaikeion, das jeweils nicht vom anderen Geschlecht betreten werden durfte. Der Satz „Home is where your heart is“ gilt nur bedingt für die Familien in der griechischen Antike: eine Ehe eingegangen wurde selten aus Liebe, jedoch viel häufiger aus politischen und sozioökonomischen Gründen.

Um mehr über das Wohnen und die Wasserversorgung in der griechischen Antike zu erfahren, klicke hier:
                                                     Zur Website: Home is where your heart is?         Zur Infografik Aquädukte