Der Ring des Gyges

Der Ring des Gyges, Metall, Glas,  30x20mm

Der Ring des Gyges

Gyges war ein einfacher Hirte und diente dem Herrscher Lydiens. Eines Tages wütete ein schlimmer Sturm durch das Land und ein Erdbeben spaltete die Erde in zwei. Gyges sah in dieser riesigen Erdspalte ein bronzenes Pferd, er war neugierig und stieg hinab. In dem Pferd befand sich ein übermenschlich großer Leichnam, Gyges war sehr erstaunt über die Größenverhältnis des Leichnam, aber vielmehr traute er seinen Augen nicht, als den wunderschönen Ring am Finger des Leichnam sah.  Gyges zog den Ring nichtsahnend vom Finger der Leiche und steckte ihn an seinen Finger. Plötzlich wurde er unsichtbar, er konnte nicht glauben was geschehen ist. Als er den Ring abzog, wurde er wieder sichtbar. Mit dieser neuen Fähigkeit machte sich Gyges auf zum König von Lydien und schaffte es unbemerkt ins Schloss zu kommen um dort die wunderschöne Königin zu verführen. Er tötete den König Lydiens, nahm sich die Königin zur Frau, setzte sich das Königshaupt auf und wurde zum sagenumwobenen König von Lydien.

Hinter dem platonisches Mythos verbirgt sich die moralische Frage, was Menschen tun würden, wenn sie bei einer Tat nicht ertappt oder bestraft werden würden und was Macht mit einem Menschen erreichen kann. Diese Fragen lassen sich vor allem bei der Arbeit mit Kindern -und Jugendlichen einbinden. Auch die Frage was man tun würde, wenn man die Fähigkeiten besitzen würden, sich unsichtbar zu machen, bietet dabei eine gute Grundlage für eine Diskussion.