Gemmentrio 

Gemmen, farbenfrohe und mit miniaturhaften Darstellungen verzierte Edelsteine, sind neben den Münzen die kleinsten Bildträger der Antike. Die von Bürgern, Kaufleuten und Gelehrten geprägte Messe-, Handels- und Universitätsstadt Leipzig, deren erste Erwähnung sich 2015 zum 1000. Male jährt, besitzt seit dem 18. Jahrhundert eine umfangreiche Sammlung dieser Werke. Ihr größter Teil befindet sich heute im GRASSI Museum für Angewandte Kunst in Leipzig. Als Ergebnis einer fruchtbaren Kooperation zwischen Museum und Universität wird sie erstmals in umfassender Form präsentiert.

Ausgangspunkt und Grundlage der Ausstellung ist die Aufbereitung des Materials durch Studierende des Instituts für Klassische Archäologie. Ausgehend von der im Mittelalter einsetzenden Wiederverwendung antiker Gemmen spannt die Ausstellung den Bogen von den edlen Steinen der Stadt Leipzig, über deren Reproduktion bis hin zu ihrer Herstellung und Verwendung. Dadurch stehen nicht nur die antiken Objekte selbst im Fokus, sondern auch ihre Wahrnehmung, Verbreitung und Erforschung im Umfeld einer kunstsinnigen Bürgerschaft.

Für diese waren die Gemmen nicht nur schöne Zier. Durch ihre Eigenschaft, auf kleinstem Raum Einblicke in die unterschiedlichsten Bereiche antiken Lebens zu gewähren, wurden sie in gleichem Maße zu lehrreichen Schätzen.

 

Artikel bei Info-TV Leipzig